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Krause war nach dem Frühstück abgefahren und wollte schnell durch Litauen und Lettland kommen.

Das waren zwei kleine Länder, die ihm völlig unbekannt waren. In Litauen übernachtete er auf einem Campingplatz. Er verzog sich in sein Wohnmobil und schlief ausgiebig.

Am nächsten Tag war er bereits in Lettland. Wieder ein Campingplatz und ausruhen. Er suchte keine Gesprächsmöglichkeiten. Nur Ruhe.

Kurz vor der estnischen Grenze platzte ein Reifen. Ein freundlicher Autofahrer schickte ihm einen Werkstattwagen. Der Schaden wurde schnell behoben. Krause beschloß trotzdem, eine Nacht zu bleiben.

Er suchte sich ein ruhiges Plätzchen im Wald an einem See, wo ihn niemand entdecken konnte. Krause schlief. Das Fahren strengte ihn an. Otto wohl auch. Der schlief ständig.

Morgens warf er seine Angel aus. Er wollte noch eine Nacht bleiben. Der See gefiel ihm. Es war so ruhig hier. Kein Mensch war zu sehen.

Mittags bereitete er die Fische zu. Krause und Otto verspeisten die Mahlzeit. Danach ging er am Ufer spazieren. Dabei ging ihm so vieles durch den Kopf.

Warum hatte er diese Reise nicht schon früher gemacht?

Eine Antwort gab es nicht. Das Leben ist meistens nicht planbar. Und vieles entscheidet der Zufall.

Zumindest diese tiefe Einsicht nahm Krause von seinem Spaziergang mit. Er machte sein Mittagsschläfchen. Otto auch.

Danach ging Krause Beeren pflücken, die er beim Spaziergang entdeckt hatte. Die schmeckten köstlich. Es waren Heidelbeeren.

Abends aß er Brot mit Salami. Und trank ein Bier.

Morgen früh würde er weiterfahren. Also ab ins Bett und schlafen.

Nachts wurde er von einem Knall geweckt. Es war ein Schuß. Bestimmt ein Jäger. Krause schlief wieder ein. Traumlos. In seinem Alter träumt man nicht mehr. Man schlief einfach. Und wartete auf den Tod.

Otto weckte ihn, weil er wohl pinkeln wollte. Krause hatte sich eine Thermoskanne Kaffee gemacht. Sie fuhren dann los und erreichten bald Estland.