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Sie spazierten durch Westberlin. Dahlem. Da standen schon prächtige Villen rum. Eine schöner als die andere. Habenix staunte mit offenem Mund.

Fürchtenix ging unbeeindruckt weiter. Er kannte das alles zur Genüge.

Aber vor einer großen Villa blieb er stehen.

  • Weißt du, wer da wohnt?
  • Nee.
  • Der Spahn Jens.
  • Wer ist das?
  • Dein Minister für Gesichtsburkas und Pieksen.
  • Achso.
  • Die Villa soll über vier Millionen Euro gekostet haben.
  • Spottbillig.
  • Wer hart arbeitet, bekommt das in zwei oder drei Jahren hin.
  • Hat der auch mal bei einem Paketdienst gearbeitet?
  • Nee. Der hat nie gearbeitet. Arbeit macht arm. Sich davor drücken macht reich.
  • Ick bin auf Hartz 4.
  • Dann haste irgendwas falsch gemacht.
  • Bestimmt. Gibt es hier irgendwo eine Bratwurst?
  • Nee. Hier nich. Wir fahren zurück in den Osten.
  • Gut.

Fürchtenix und Habenix saßen in der S-Bahn. Dort sahen sie nur müde, traurige und abgestumpfte Gesichter. Habenix kicherte vor sich hin. Fürchtenix war eingeschlafen.

Am S-Bahnhof Alexanderplatz stiegen sie aus. Und aßen eine Bratwurst. Sie verabschiedeten sich.

Jeder mußte woanders hin. Fürchtenix latschte zur U-Bahn. Er wollte heute noch Flaschen sammeln.

Habenix fuhr mit der Straßenbahn nach Hause. Er mußte sich um die beiden Kinder seiner LAG kümmern.