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Kalle hatte 10 Büchsen Bier gekauft. Atze hatte ihm gleich die drei Euro gegeben. Es würde ein angenehmer Vormittag werden.

Atze und Kalle prosteten sich zu. Auf dem See schwammen Stockenten mit ihren Kindern. Kalle rülpste laut. Atze drehte zwei Zigaretten.

  • Atze – kann man Stockenten essen?
  • Bestimmt. Ente ist Ente.
  • Was machen wir nächstes Jahr?
  • Stockenten fangen.
  • Gut. Und danach?
  • Auf dieser Bank sitzen und Bier trinken.
  • Und dann?
  • Keine Ahnung. Hast du eine Idee?
  • Nee.

Beide schwiegen und rauchten. Der See war nicht sehr groß. Ein Kescher müßte reichen. Dachten beide. Mittlerweile fielen die Blätter von den Bäumen.

  • War früher alles besser?
  • Bestimmt. Da durften wir noch arbeiten.
  • Stimmt. Was macht deine Tochter?
  • Keine Ahnung. Seitdem ich Penner bin haben wir keinen Kontakt mehr.
  • Geht mir genauso.
  • Warum ist das alles so?
  • Weil Gott das so will.
  • Bist du getauft?
  • Nee. Niemals.
  • Aber wie kommst du auf Gott?
  • Irgendeine Ausrede muß man doch haben.
  • Stimmt.
  • Sind wir beide nicht ganz dicht?
  • Möglich. Vielleicht ist aber auch diese Gesellschaft nicht ganz dicht.
  • Hmmh.

Es wurde jetzt warm. Mittagszeit. Sie hatten beide Hunger. Das Bier war alle. Zeit zu gehen. Da vorne war ein Bratwurststand. Thüringer mit Bautzener Senf. Danach lief jeder allein nach Hause. Es war alles gesagt.