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Er war eine Woche unterwegs gewesen und hatte die Gegend rund um Murmansk erkundet. Die Barentssee war beeindruckend. Und meistens arschkalt.

Als Krause alles gesehen hatte, fuhr er zurück zu Igor. Er hatte eine Idee im Kopf. Darüber wollte er mit Igor sprechen.

Swetlana hatte schon auf ihn gewartet und zeigte ganz stolz ihre Angel. Krause nickte anerkennend.

Am späten Abend konnte er seine Fragen stellen.

  • Igor – das Haus neben dir ist unbewohnt. Wem gehört es?
  • Mir. Da haben meine Großeltern gewohnt. Die sind aber vor einem Jahr in die Stadt gezogen.
  • Seitdem steht es leer?
  • Ja.
  • Kann ich mir das morgen angucken?
  • Natürlich.

Krause spazierte mit Otto zum See und ging danach schlafen. Morgens standen sie vor dem Haus.

  • Krause – willst du da einziehen?
  • Vielleicht.
  • Es wird hier arschkalt im Winter. Aber drinnen sind ein Kamin und ein Herd in der Küche.
  • Brennholz gibt es hier doch genug?
  • Sicher. Komm rein.
  • Hier muß einiges gemacht werden.
  • Kannst du mit Holz umgehen?
  • Bestimmt.
  • Okay – wenn du einziehen willst, helfe ich dir. Tatjana wird alles putzen. Willst du?
  • Ja.

Igor lachte. Krause lachte auch. Sie besprachen alle Details und auch die Möglichkeit, eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dann saß Krause mit Swetlana am See und angelte mit ihr um die Wette.

Abends gab es eine herrliche Ucha und reichlich Wodka. Krause wußte, daß er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Es gab nichts zu bereuen.

Sonntag früh maßen sie ab, was sie an Holz brauchten. Und wieviel Farbe für draußen und drinnen. Igor würde schon morgen alles bestellen und bringen lassen. Krause rieb sich die Hände. Er freute sich auf die Arbeit an dem Haus.

Montags war er erstmal allein mit Otto. Die drei waren zur Arbeit und zur Schule gefahren. Mittags fuhr er auch in die Stadt. Er wollte dort etwas essen und sich umschauen. Und etwas Wodka kaufen. Und einen kleinen, gebrauchten Geländewagen suchen.

Igor hatte ihm die Adresse eines Händlers gegeben. Ein Wagen gefiel ihm. Der Preis war auch gut. Abends gab es Rentiergulasch.

Dienstags kam die Lieferung mit dem Holz und der Farbe. Igor hatte ihm gezeigt, wo alle Werkzeuge waren. Und Nägel und Schrauben. Krause konnte beginnen. Er pfiff fröhlich vor sich hin und sägte und hämmerte. So verging die erste Woche.