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Es ist an der Zeit, daß ich meine Erfahrungen veröffentliche. Das Zwischennetz wird sowieso zugemüllt – ich will auch dabei sein.

Es ist wie bei Olympia – es zählt nur die Teilnahme. Zumindest wenn man aus der BRD kommt. Spaß beiseite – also zum Thema.

Ich habe noch einen Packard Bell aus dem Jahr 2004. Dort läuft Windows XP. Ja – das Ding ist nach 17 Jahren immer noch gut drauf.  🙂 Ungewöhnlich für einen Laptop. Aber ich streichle ihn ja auch jeden Tag und manchmal darf er hochfahren. Dann grinst er mich zufrieden an. Und macht seinen Job.

Er wird gepflegt und gehegt und fühlt sich wohl bei mir.

Einschub:

1985 hatte ich das erste Mal mit Computern zu tun. Da war das Betriebssystem auf einer russischen Musikkassette gespeichert. War lustig. Man schob das Ding in den Kassettenrecorder rein und schon ging es los. Wir sprechen jetzt über Bits und Bytes. Nicht Mega oder Giga oder Terra.

Damals lernte ich Supercalc, Turbopascal, dBase und Basic kennen und schrieb Programme damit. War alles in Leipzig an der Hochschule. Aufregend. Es gab ein Computerkabinett und man mußte rechtzeitig buchen, damit man zwei Stunden arbeiten durfte. Denn für die Prüfung in Informatik mußte ein Programm geschrieben werden.

Dr. Goldammer war damals ein führender Programmierer, der schon Computerspiele entwickelte. Er gab Vorlesungen für uns.

1987 bei einem Praktikum beim Magistrat von Berlin sah ich die ersten Westcomputer. Von Schneider. So hieß der Hersteller. (Trotz COCOM-Liste landeten sie in der DDR). Da gab es schon Disketten.

1988 bekam ich auch einen Computer – nicht ich, sondern der Betriebsteil, in dem ich arbeitete. Man muß sich vorstellen, daß damals alles noch mit normalen Schreibmaschinen und Blaupapier geschrieben wurde. Ein Fernschreiber stand im Flur, der mit Lochbändern arbeitete. Erinnert sich jemand daran?

Ich habe jeden Tag Lochbänder offline produziert und dann fehlerfrei an die Zentrale online gesendet. War fast so wie Morsen. 🙂

Jedenfalls war ich der einzige, der sich mit Computern auskannte. Ich schrieb ein Programm für die Wochenplanung und konnte auf Knopfdruck 20 Exemplare ausdrucken. Die beiden Sekretärinnen staunten. Die hätten stundenlang an der Schreibmaschine gesessen …

Richtige Drucker gab es damals noch nicht. Es war eine elektronische Schreibmaschine, die am Computer hing. Funktionierte aber. Robotron hatte das irgendwie hinbekommen.

1991 bekam ich dann meinen ersten Laptop – vom Arbeitgeber Ausbeuter gestellt. Alles auf DOS. Ohne Maus. Aber man konnte damit arbeiten.

Das Ding bediente ich bis 1997 – dann kündigte ich und kaufte mir meinen ersten PC.

Windows 1998. Mit Maus. Und unglaubliche 32 MB Arbeitsspeicher. Damals gab es noch kein richtiges Internet – man besuchte BTX-Seiten, dem Videotext nicht unähnlich. Es gab keine Suchmaschinen. Nur über die Papierpresse erfuhr man Adressen, die man ansteuern konnte.

Dann aber ging es rasant weiter. 2000 baute ich meine erste Homepage und war stolz darauf. Ich hatte sogar Bücher von Amazon verlinkt und kassierte Provisionen.

2001 stieg ich in den Softwaremarkt ein – als Angestellter. Ich betreue seitdem eine ERP-Software, die umfangreich ist. Seit 2006 bin ich selbständig. Also seit 15 Jahren.

Aber zurück zu den Laptops.

2007 kaufte ich mir ein Esprimo Mobile – hielt aber nur fünf Jahre. Nicht empfehlenswert.

2012 kam mein Sony VAIO zu mir. Auf dem schreibe ich gerade. Das Ding wird im März auch schon 10 Jahre alt. Sehr zuverlässig – wird aber nicht mehr produziert. Schade.

Nun bin ich bei Acer gelandet. Ich bin gespannt, wie lange das Teil durchhält. Windows 10 nervt mich gewaltig. Na ja – mein VAIO (Win 7) und der Packard Bell (Win XP) sind immer als Reserve da. 🙂 Es gab nur zwei Betriebssysteme die mich überzeugt haben: Windows XP und Windows 7.

Das war eine kurze Zeitreise durch die digitalisierte Welt.