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Hatmut Dummschulze war ein treuer Beamter. Aus dem blühenden Ruhrpott wurde er an die triste Ostsee im Osten versetzt.

Nur für drei Jahre hatte ihm sein Chef gesagt. Dann kannst du wieder zurück.

Hatmut hatte sich noch nicht eingelebt. Er verstand die Sprache nicht. Und die Eingeborenen waren irgendwie merkwürdig. Die sprachen Russisch und anderes Zeugs.

Abends saß er in seiner kleinen Wohnung und guckte RTL, SAT1 oder Pro7. Da kam der Osten nicht vor. Er hatte sich schon ein Maßband angefertigt, von dem er jeden Tag ein Stück abschneiden konnte.

Nur noch 83 Tage!

Zufrieden ging er schlafen. Nachts tobte ein Sturm. Aber Dummschulze merkte nichts.

Morgens war er verwundert. Sein Bett stand praktisch unter freiem Himmel. Alles war naß.

Hatmut fuhr schnell in seine Behörde. Dort trank er einen Kamillentee und überlegte, ob er in ein Hotel ziehen sollte. Doch das würde Geld kosten. Er verwarf den Gedanken. Nur noch 82 Tage.

Das würde er schon aushalten.

Als er abends nach Hause kam, war seine ganze Wohnung verschwunden. Bestimmt von den bösen Ossis geklaut.

Hatmut legte sich an den Strand und schlief dort ein.

Am nächsten Tag fand ihn die Küstenwache. Da war er schon mausetot. Man meldete alles der Polizei. Niemand hatte ihn vermißt.

Sein Chef hielt eine beeindruckende Rede bei der Beerdigung. Danach wurde weiter gearbeitet.


Ob er nun mit oder am Virus C gestorben war, wurde nicht bekannt.