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Die gab es in jedem Dorf in der DDR. Genauso wie ein Feuerwehrhaus. Das wurde von der Freiwilligen Feuerwehr betrieben und unterhalten.

Die Sirene befand sich an diesem Haus. Und meistens auch ein Storchennest auf dem Turm.

Jeden Mittwoch um 13.00 Uhr heulte die Sirene . Da wußte jeder, daß die nur getestet wurde. Zu jeder anderen Uhrzeit oder an einem anderen Tag warnte sie vor Gefahr. Meistens brannte es irgendwo.

Dann sah man die Bauern aus ihren Ställen und von ihren Feldern zum Feuerwehrhaus eilen – mit einem Moped, Fahrrad oder zu Fuß.

In Windeseile waren die in ihre Schutzanzüge geschlüpft und das Feuerwehrauto fuhr ab.

Für uns Kinder war das immer aufregend – jeder wollte Feuerwehrmann werden.


In der BRD habe ich noch nie eine Sirene gehört. Es gibt keine Warnsignale mehr – nur noch WarnApps. Wer keine hat, hat eben Pech.