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Der Botschafter ist ein rundlicher Dicker. Er liebt gutes russisches Essen und natürlich den Wodka dazu. Er ist erst seit sechs Monaten in Berlin. Denn davor war er in Kenia.

Nachts denkt er oft an Kenia – vor allem an die schwarzen und biegsamen Körper der jungen Frauen. Hier in Berlin ist alles grau oder weiß. Seine Versetzung war irgendwie voraussehbar – er hat eine Vorliebe für zu junge Frauen.

Schneewinsky betritt sein Büro. Wer ist Schneewinsky oder Snoudin? denkt der Botschafter.

Jana Kopischke steigt derweil in den Regionalzug nach Berlin. Aigul kümmert sich um ihren Sohn. Jana will mit Eduard sprechen. In Kürze wird sie wissen, was Eduard vorhat.

Herr Li serviert der Kanzlerin einen Kräutertee und schaut ihr tief in die Augen. Die Kanzlerin schmilzt dahin. Jetzt gibt es gleich das eingespielte Ritual: Eine Nackenmassage. Sie stöhnt vorab genüßlich.

Die russischen Elite-Soldaten sind leer und zufrieden. Sie verlassen das Bordell. Nach einer kurzen Taxi-Fahrt zum Hotel schnarchen sie in ihren Betten.

Hauke ist im Kanzleramt bei Eduard Snoudin. Sie reden seit einer Stunde. Aber irgendwie nur im Kreis. Der Russe will nicht in die Vatikanstadt. Er schlägt das Angebot aus. Höflich – aber bestimmt.

Hauke denkt an die letzte Nacht mit Dörte. Vielleicht sollte er alles aufgeben und zu Dörte ziehen.

Sven Ove Lindstroem feilt unterdessen an seiner Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises. Sein Kopf brummt – aber die Pflicht ruft. Er schaut erstmal in die Minibar.

Der Bundespräsident ist mit Gemahlin und Tochter zu einem Ausflug nach Königsberg aufgebrochen. Er liebt diese Stadt. Sein Leibwächter ist wohl noch in Stettin. Es kommmt ihm gelegen. Er möchte nur mit Frau und Tochter zusammen sein. Er fühlt sich frei.

Jack ist in Athen gelandet und will so schnell wie möglich nach Kreta. Ein Privatflugzeug wartet schon auf ihn. Er lächelt in sich hinein und quält sich in das kleine Flugzeug.

Paul Schneewinsky und der Botschafter reden nur zehn Minuten. Völlig desillusioniert verläßt Paul die Botschaft. Es regnet noch. Paul läuft zu Fuß in Richtung Bahnhof Friedrichstraße. Er hat keine Ahnung, wohin er jetzt will.