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Wir kennen das noch von den alten Telefonen mit den Wählscheiben – plötzlich kam die Ansage: “ Sie haben sich leider verwählt, bitte geben sie auf.“

Damals gab es noch keine Telefonnummernspeicher oder Rückrufknöpfe. Das waren noch Zeiten!

Heute ist das alles unkomplizierter. Zumindest, wenn man es technisch und kommunikativ betrachtet.

Aber dafür ist jetzt folgendes passiert:

Ein ganzes Volk hat sich verwählt.

Gemeinschaftlich und in trauter Eintracht. Wir sind deshalb regierungslos.

Manche Politiker schwärmen schon vom Neuwählen.

Es gibt sogar schon  Prognosen für den Ausgang der nächsten Wahl. Kurioserweise werden wieder die gleichen Kandidaten für den Chefposten im Kanzleramt antreten. Kontinuität ist wichtig. Und dazu braucht man keine Regierung. Die Einflüsterer (Lobbyisten) haben das Geld und damit auch das Sagen.

Wie wäre das denn nun – im Falle des Neuwählens – mit den kürzlich gewählten MdB’s, die es sich schon in den Polstersesseln des Reichstages gemütlich gemacht haben? Es sind immerhin 709 Menschenschicksale. Bekommen die dann Entschädigungen und Pensionen?

Gut. Interessiert uns nicht. Das Neuwählen würde viel Geld kosten. Besser wäre doch eine Neuauszählung der Stimmen.

Vielleicht haben wir uns nicht verwählt – sondern nur verzählt?

Jeder, der noch diese alten Wählscheiben bedient hat, kann das bestätigen. Irgendwie wünscht man sich diese alten Telefone zurück. Es waren unkomplizierte Jahre und jedes Verwählen hatte nicht diese Konsequenzen.

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