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Das war also 1982. Es war bitterkalt; der Krim-Sekt fror auf dem Balkon ein. Wir haben ihn aufgewärmt und ausgesoffen.

Danach habe ich die ganze Nacht gekotzt. Die letzte Flasche war wohl schlecht.

Kiew war damals eine wunderbare Stadt. Wir haben so viele Kirchen besichtigt, in denen es vor Gold nur so wimmelte.

Die Ukrainer sprachen damals noch russisch – so wie ich auch. Wie ist das heute? Ich weiß es nicht.

Damals lernte ich ein Mädchen kennen, mit der ich eine Brieffreundschaft pflegte. Über Jahre. Aber wie das so ist – ich wurde zum Wehrdienst eingezogen und ganz viele Dinge wurden unwichtig.


Nur zum Verständnis – ich habe Kiew gesehen und viel mit irgendwelchen Leuten dort geredet. Für mich war es ein Teil der Sowjetunion – so war es ja auch in Wirklichkeit.

Russenhaß habe ich damals nicht bemerkt; der muß viel später gekommen sein. Vielleicht mit den Milliarden Dollars aus dem Kuhjungenland.

Egal – die Zeiten verändern sich gewaltig. Aber nicht zum Guten.


Noch ein Wort zu Putin. Es muß einen Grund gegeben haben, daß er so überstürzt und mit schlechter Vorbereitung seine Armee in die Ukraine schickte. Den Grund werden wir wahrscheinlich nicht erfahren.