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Die Lehrer im Öffentlichen Dienst werden nächste Woche streiken. Auch sie befürchten Altersarmut.

Die BRD hatte bis 1990 nie solche Probleme. Sie hatte ja auch die Funktion eines Schaufensters. Der Blick in den Goldenen Westen sollte für die dummen Ossis ungetrübt sein. Die Anziehungskraft der Sozialen Marktwirtschaft wurde dann auch überzeugend simuliert. Bis 1990 – zumindest für diejenigen, die der Glitzerwelt erlagen.

Nach 1990 gab es keinen Grund mehr, das Potemkinsche Dorf namens BRD weiterhin zu betreiben.

Die Arbeitslosenhilfeempfänger, die ich in den 80ern am Balaton traf, sind verschwunden. Denn Hartz IV hat sie gefressen. Sie lebten dort wie Könige. Beeindruckend, wenn man Zusammenhänge nicht erkennen kann oder will.

Mit Hartz IV kamen dann auch Riester und Rürup. Zinsbasierte Sparmodelle für die Altersvorsorge.

Nun sind die Zinsen bei Null oder darunter. Der Sparkassenpräsident befürchet eine ganze Generation von Armutsrentnern. Er fordert einen staatlichen Zuschuß für Sparprogramme der Sparkassen.

Wo lebt er denn? Wem muß denn noch bewiesen werden, daß es uns allen gut geht, wenn es niemanden mehr gibt, der in einem anderem System lebt?

Der Wert einer Gesellschaft aber läßt sich am besten messen, wenn man die inneren Verhältnisse betrachtet. Und sich nicht mit afrikanischen oder asiatischen Ländern vergleicht. Das behaupte ich.

Potemkin war der Liebhaber von Katharina der Großen. Die wiederum wurde in meiner Heimat Pommern geboren. In Stettin.

Historiker bezweifeln übrigens, daß Potemkin etwas mit den nach ihm benannten Dörfern zu tun hatte.

Ich allerdings bezweifle nicht, daß die BRD ein Potemkinsches Dorf war. Bis die Mauer fiel. Ab da ging es der Mehrheit schlechter. In Ost und West.