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Der Fremdlandminister schüttelte mit dem Kopf. Die einsame Herrscherin hatte gerade verlangt, daß noch mehr Kriege geführt werden müßten.

Dabei befand sich ihr Land schon mit allen Nachbarländern im Krieg.

Nach dem ominösen Saufgelage, welches die Herrscherin angerichtet hatte, strömten immer mehr Fremdländer ins gelobte Land.

Nun war die Herrscherin der Meinung, daß mehr Kriege diesen Zufluß stoppen könnten. Unglaublich! Erst lädt sie ein, dann lädt sie aus. Wie war das zu lösen? Es gab keine Lösung. Der Fremdlandminister dachte über seinen Rücktritt und dessen Folgen nach. Diese dumme Pute hatte keine Kinder. Er dagegen mußte eine Familie ernähren. Der Fremdlandminister mußte seinen Kummer ersäufen. Die nächste Schänke war nicht weit.

Am nächsten Tag war ihm alles klar. Er würde noch einige Landsknechte verpflichten und mit Lanzen ausstatten. Wenn die Herrscherin befahl, hatte man zu folgen.

Die Rekrutierung der neuen Landsknechte war relativ einfach: Man versprach den dummen Bauernjungen einen Klumpen Gold und schon unterschrieben sie.  Sie würden irgendwo in Fremdland sterben – geschuldet der Laune der Herrscherin. Der Fremdlandminister wollte nicht mehr nachdenken. Letzte Nacht war er zu seinem Weibe ins Bett gekrochen – kalt wie eine Leiche, hatte sie zu ihm gesagt.

So fühlte er sich auch. Ach, hätte er doch die Mühle des Vaters übernommen …

Nun mahlte dort sein jüngerer Bruder und war glücklich.

Die Würfel waren gefallen. Er mußte das machen, was er nicht wollte.