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Als ich in Leipzig studierte, besuchte ich wöchentlich die „Pfeffermühle“ oder die „Akademixer“.

Das waren damals die führenden Kabaretts der DDR – neben der „Distel“ in Berlin oder der „Herkuleskeule“ in Dresden.

Heute ist das alles einfacher. Man muß sich nicht mehr bewegen. Einfach den Brauser öffnen und im Zwischennetz gucken. Kabarett vom Feinsten. Oder mal den Televisor einschalten. Überall Kabarett.

Früher war es so, daß man wirklich noch unter Menschen gehen mußte. Heute reicht ein Klick oder auch eine Fernbedienung.

Früher hat man gemeinschaftlich gelacht – heute lacht jeder für sich allein.

Mein letzter Besuch in einem Kabarett war in den 90er Jahren. In der „Distel“.

So stirbt alles zusammen, was nicht zusammen gehört.