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Spätestens 1990 wurde aus der bipolaren eine monopolare Weltordnung. Leider haben sich seitdem die Kriege und Konflikte eher verschärft und in der Anzahl stark zugenommen. Der Fall der Berliner Mauer sollte also auch ausnahmsweise aus diesem Blickwinkel betrachtet werden dürfen.

Denn noch fast einen Monat werden wir mit Jubelarien überschüttet werden, die den 25. Jahrestag benutzen, um in monopolarer Einfältigkeit die Segnungen der Freiheit und Demokratie zu preisen. Und niemand weiß, wie hoch der Prozentsatz der gläubigen Einfältigen ist.

Das natürliche Gleichgewicht, welches nach 1945 zwischen NATO und dem Ostblock bestand, verhinderte viele Kriege. Es gab immer nur lokal begrenzte Kriege – aber nie diese Vernichtung ganzer Staaten, um Interessen durchzusetzen. Und neu ist auch, daß die UNO jeden Einfluß verloren hat.

Das stört aber niemanden. Die BRD schickt ihre Söldner in die Welt – das Völkerrecht interessiert dabei nicht. Das wird mittlerweile auch offen zugegeben. Es geht um Riesenprofite und unbegrenztes Wachstum. Erst zerstören – dann wieder aufbauen. Ein teuflischer Kreislauf. Aber er bedeutet Wachstum und damit Profite. Man kann nur schätzen, was die jüngsten Kriege in der Levante, dem Gaza und der Ukraine kosten. Und der Wiederaufbau danach. Zumindest darüber kursieren Zahlen.

Nach den Kriegen um Erdöl  und -gas werden die Kriege um das Trinkwasser kommen. Stimmt – die haben schon längst begonnen.

Man kann nur hoffen, daß eine baldige Rückkehr zu einer bipolaren – besser noch zu einer multipolaren – Weltordnung stattfindet. Daß Rußland, China und Indien zuerst Asien schützen und danach ihren Einfluß ausweiten.

Eine monopolare Welt nützt nur dem einen Prozent der Menschheit, welches unvorstellbar reich und skrupellos ist.

Der Fall der Berliner Mauer hatte nicht nur Vorteile.