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Dieses ewige Herziehen über die Menschen in Ostdeutschland ist bedrückend und ignorant. Ziemlich bald nach der Wiedervereinigung bin ich ganz bewusst in den Osten Berlins gezogen zu einem Ost-Ehepaar in Untermiete, studiert habe ich an der Humboldt-Uni, meine Bekannten waren fast ausschließlich Ostdeutsche. Das war eine prägende Zeit, die mich stark verändert hat. Ich habe die Menschen im Osten Deutschlands kennen und schätzen gelernt. Die gesellschaftlichen Umwälzungen dort habe ich hautnah erleben müssen und wie die Menschen dort zu kämpfen hatten. Die Vorwürfe an die Ostdeutschen sind ungerecht, das Verhalten des westdeutschen Mainstreams ignorant und die Einstellung gegenüber den Deutschen in den neuen Bundesländern seit Jahren schon unerträglich herablassend. Damals musste sich nur ein Teil Deutschlands grundlegend ändern, jetzt wäre endlich einmal Westdeutschland an der Reihe. Der Respekt vor den Leistungen und Leiden der Menschen im Osten muss endlich Teil des gesamtdeutschen Bewusstseins werden.

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