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Wir erinnern uns kurz: Meier war neben einer Kirche eingeschlafen. Und meistens befindet sich ein Friedhof an der Kirche. Zumindest in ländlichen Gegenden.

Meier blickte beim Erwachen auf die Gräber. Also war er noch am Leben.

Ein Pfaffe schritt eilig auf Meier zu.

  • Boche, was machst du hier?
  • Ich?
  • Wer sonst?
  • Ich habe hier geschlafen. Nun bin ich wach.
  • Verschwinde – in einer Stunde wird hier der maire beerdigt.
  • Das tut mir leid Herr Pfarrer.
  • Wobei – uns fehlt noch ein Sargträger. Boche – hast du Zeit? Es gibt danach ein gutes Festessen.
  • Ich bin ein Diener Gottes Herr Pfarrer.

Das war natürlich gelogen. Aber einerseits wollte Meier mal einen Sarg tragen und andererseits lockte auch der Leichenschmaus.

  • Dann komm mit. Du brauchst einen schwarzen Anzug.
  • Jawohl Herr Pfarrer.

Meier stapfte hinter dem Pfarrer und sie erreichten das Pfarramt. Die Pfarrersfrau war sehr nett, sprach aber nicht deutsch. Meier bekam seinen Anzug und einen vorzüglichen Kaffee. Nach 40 Minuten kehrten sie zum Friedhof zurück. Meier ging hinten links am Sarg. Der maire hatte ein beträchtliches Gewicht. Oder war es der Sarg?

Meier ertrug alles mit ernster und feierlicher Miene. Die Rede des Pfarrers mußte großartig gewesen sein – alle weinten und schluchzten. Dann verschwand der Bürgermeister in der Grube.

Beim Leichenschmauß langte Meier ordentlich zu. Viele der alten Dorfbewohner sprachen deutsch. Meier hatte plötzlich viele Freunde. Sie aßen vier Stunden und tranken auch kräftig.

Abends gegen 23 Uhr schleppte der Pfarrer ihn in ein Gästezimmer. Meier dachte, daß es so schön war, wie damals die Betriebsfeste im EAW. Allerdings schmeckte das Essen damals nicht so gut. Es wurde mehr getrunken.