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Ich hatte es hier schon angerissen –  Klassenkämpfe der Armen:

Gibt es unter den Flüchtlingsbekämpfern auch gutsituierte Millionäre?

Wahrscheinlich nicht. Es geht eher um den Kampf der Armen gegen die Ärmsten. Es geht um die Besitzstandswahrung der Leute, die noch 2 Meter vom Abgrund entfernt sind. Also versuchen sie, die Menschen, die direkt an der Kante sitzen, hinabzustoßen.

So funktioniert Kapitalismus. Manche nennen ihn auch Wettbewerb.

Pegida und andere X-Gidas blühen auf. Das ist eine zwangsläufige Folge der Politik. Die Masse der Billiglöhner, Armutsrentner und Hartz IV-Empfänger bekommt Angst. Immer mehr Angst. Denn die Aufnahme der Flüchtlinge geschieht auf ihre Kosten. Sie fürchten, bald obdachlos zu sein. Und leider sind diese Ängste auch begründet.

Das wird die neofaschistischen Parteien stärken. Die Stimmung im Lande wird auch kurzfristig kippen. Dafür werden auch die Krawall-Muschi-Medien sorgen. Denn dort kündigt sich schon ein Stimmungsumschwung an.

Die breite Masse wird im Gleichschritt gegen Asylantenwohnheime anrennen. Im ganzen Land.

Ist das so gewollt oder nur ein Versehen der Politik?

Die Beantwortung dieser Frage fällt mir schwer. Denn einerseits schätze ich das Denkvermögen der Politiker gering; andererseits bemerke ich ihr außergewöhnliches Schauspieltalent.

Lassen wir die Frage vorerst offen. Oder jeder beantworte sie für sich selbst.

Schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung mag die Phrase, daß es in einem reichen Land lebt, nicht mehr hören. Denn wer vom Reichtum ausgeschlossen ist , möchte nicht noch hören, daß er reich ist.

Jenes werden die Flüchtlinge auch noch erfahren dürfen. Die Mehrheit wird in Slums leben oder in der Illegalität. Oder in beiden.

Vorbild bleibt das große Amerika. Dort ist es Realität. Die Tellerwäscher bleiben Tellerwäscher oder werden irgendwann kriminell. Einen Aufstieg oder Ausweg gibt es nur für einen Promillesatz der in Armut Geborenen.

Die Flüchtlinge haben das Recht, hierher zu kommen.

Die Armen des Landes haben das Recht, Angst zu haben.

Diesen Widerspruch kann der Kapitalismus nicht lösen. Denn er produziert sie selbst am Fließband:                          

Die Armen und die ganz Armen.